Europäischer Kongress »Memory Matters«

St. Pölten | Österreich

Wie können wir das Gedenken an Gewaltereignisse in die Erinnerungskultur integrieren und das Zusammenleben in einer vielfaltigen Gesellschaft stärken? Die Konferenz „Erinnerungsbedarf. Konferenz zum pluralen Erinnern in Migrationsgesellschaften“ setzt sich mit Möglichkeiten und Leerstellen im Umgang mit Erinnerungskulturen auseinander. In aufeinander bezogenen Beiträgen diskutieren Wissenschaftler:innen, Angehörige betroffener Communitys und Künstler:innen in Panels, Workshops und weiteren Formaten das kulturelle und politische Gedenken an rassistisch motivierte Gewaltereignisse.

In der Gegenwart stellen sich in Österreich und darüber hinaus eine Vielzahl an Fragen: Warum sind nach wie vor einige Opfergruppen der Shoah wie Rom*nja und Sinti*zze oder Jenische im kollektiven Gedächtnis kaum präsent? Warum werden Menschen, die Ziele von Gewalt sind nicht ausreichend gehört, wenn es um erinnerungspolitische Entscheidungen geht?

Der erste europäische Kongress der CPPD findet in Kooperation mit der Tangente St. Pölten statt. Neben Panels, Workshops und einem Netzwerktreffen für ein Fachpublikum wird auch das Dynamic Memory Lab, ein temporärer Ausstellungsraum zum Thema „Codes of Memory in Sinti*- und Roma*-Communities“ gezeigt und um eine regionale Perspektive erweitert. Mit dieser europäischen Ausrichtung reagiert die CPPD auf den gestiegenen Bedarf an transnationaler Vernetzung in Erinnerungsanliegen.

Kooperationspartner: Tangente St. Pölten, Institut für jüdische Geschichte Österreichs, INJOEST.

https://www.tangente-st-poelten.at/de/kalender/erinnerungsbedarf/7611 

01.–02. Juni 2024


Festivalzentrum Tangente St. Pölten